Gutachten Zimmermeisterarbeiten

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sporadische Strebeneinbausituation:-)LagesicherungDistanzausgleichregendicht und genial befestigt

Gutachten

Datum: ..............

 

 

Zimmermeisterarbeiten

 

beim

Bauvorhaben:    

 

Auftraggeber:           

Ausführende Firma:  

Am ............fand beim oben genannten Bauvorhaben ein Lokalaugenschein statt.

 

Anwesend:                 Bau & Zmstr. Leopold Stockinger

 

 

Verwendete Unterlagen:

1.) Werksatzfragmente Fa. ........

2.) Einreichplan erstellt von der Fa.......

3.) Angebot der Fa.......

4.) Fotodokumentation der Befundaufnahme

5.) Angaben des Bauherrn..........

6.) Überprüfung der Statischen Berechnung durch Fa. ................

7.)Angaben des Bauherrn

 

 

 

 

Auftragsgegenstand:

Errichtung eines Dachgeschoßes in Holzriegelbauweise inkl. Innenausbau

Reklamationen:

  1. Überschreitung der zulässigen Durchbiegung um ein Vielfaches der Ziegeldecke über Obergeschoß.
  2. Der sehr unfachmännische Versuch einer Dachsparrenunterstellung.
  3. Die vielen Ungenauigkeiten hinsichtlich der Ausführung und Montage der Holzriegelwände wie Lotrechtigkeit. Winkel. Ebenheit….
  4. Verarbeitung der Brandschutzschalung am Spitzboden.
  5. Einbau des Dachausstiegsfensters und Tageslichtspot.
  6. Der nicht laut Veluxrichtlinien hergestellte Leibungsanschluß bei den Dachflächenfenstern.
  7. Einhaltung der NÖ-Bauordnung und Normen generell.

 

Befund

  1. Die beiliegende statische  Berechnung und die Systemskizze zeigen ganz eindeutig, dass das ganze Übel in der Ausführung der Ableitung der Lasten die aus dem gesamten Aufbau, Sparren, Innenausbau usw. durch die Säulen abgeleitet werden liegt.

Die Säulen, die in die Zwischenwände integriert sind, stehen leicht ausmittig auf einer Ziegel-Trägerdecke mit Aufbeton , die aufgrund von Erfahrungswerten der Bauweisen im Jahre 1969 auf eine max. Auflast von ca. 7,0kN/m² bemessen ist.

Da aber die errechnete punktuelle Auflast im maximum 83,84kN7m beträgt, ist diese vollkommen überlastet, ja sogar Einsturz gefährdet.

 

  1. Der Versuch der Unterstellung der Sparren, die in einem Schreiben der Fa. ............ bezeichnet wird und der teilweisen sehr sporadisch durchgeführt wurde, ist aufgrund der sehr schlampigen Ausführung vollkommen nutzlos!!

Denn es wurden keinerlei kraftschlüssigen Verbindungen ausgeführt, sondern lediglich mit 70er Drahtstifte eine einseitige Lasche zur „Lagesicherung“ befestigt.

 

  1. In den nachfolgenden Fotos sind alle Ungenauigkeiten genau dokumentiert,

Wände die auf 2 Meter Höhe eine Hohle von knapp 2,0cm aufweisen, oder deren Flucht auf der zweiten Türseite um ca. 1,5cm versetzt sind, Innenecken, deren Winkeligkeit sogar mit einer 25cm Fliese eindeutig zu erkennen ist usw.

 

  1. Die Verarbeitung der Brandschutzschalung lässt sehr zu wünschen über.

Von fehlenden Nagelreihen bis zu schlampigen Kaminanbindungen, die ja laut NÖ-Bauordnung im Umkreis von 60cm nicht brennbar sein darf usw.

 

  1. Bei der Einbindung des Dachausstiegs und des Tageslichtspots wurde besonders geschlampt, denn von einer in der Ö-Norm geforderten regendichten Ausführung kann keine Rede sein. An allen Ecken wurde die Dachschalungsbahn einfach nur aufgestellt und nicht mehr abgedichtet. Besonders hervorzuheben sind aber die 100er Drahtstifte mit dem der Tageslichtspot befestigt wurde!!

 

  1. Die winkelrechte Leibungsausbildung an der Ober- und Unterseite des

Dachflächenfensters ist ebenfalls nicht laut Einbauanleitung der Fa. Velux und kann zu Kondenswasserausfall führen. (Schwitzendes Fenster)

Die Leibung an der Unter- und Oberseite müsste nämlich waagrecht bzw. senkr. ausgeführt werden und nicht winkelrecht.

 

  1. Die Bauordnung besagt, dass tragende Bauteile der Dachkonstruktion mind. 5cm Abstand zum verputzten Kamin haben müssen!!

Dies hat weder die Zusatzpfette, die Wechselhölzer, oder teilw. die Sparren.

 

  1. Laut Norm darf nur Bauholz mit einer Holzfeuchte von  18% eingebaut werden. Anhand der Distanz zw. Pfetten Oberkante und Mutterunterkante lässt dieses aber etwas anderes erwarten.

 


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